EDUARDO KAC


Geboren 1962 in Rio de Janeiro, lebt und arbeitet in Chicago.

Kac ist ein Künstler und Schriftsteller, der die philosophischen und politischen Dimensionen von Kommunikationsprozessen untersucht. In seinen Arbeiten beschäftigt er sich gleichermaßen mit den ästhetischen und gesellschaftlichen Aspekten verbaler und nonverbaler Interaktion und untersucht Sprachsysteme, dialogischen Austausch und Kommunikation zwischen den Arten, wobei er alternative Auffassungen von der Rolle der Kommunikationsprozesse bei der Gestaltung gemeinsamer Wirklichkeiten aufzeigt. In den achtziger Jahren errang er als Pionier der Holopoesie und der Telepräsenz-Kunst internationale Anerkennung, in den neunziger Jahren schuf Kac die neuen Kategorien der Biotelematik (Kunst, bei der ein biologischer Prozeß intrinsisch mit einer computerbasierten Telekommunikationsarbeit verbunden wird) und der transgenen Kunst (eine neue Kunstform, die auf dem Einsatz von Gentechnikmethoden basiert, wobei synthetische Gene in einen Organismus eingepflanzt oder natürliches Genmaterial von einer Art auf die andere übertragen werden, wodurch einzigartige Lebewesen entstehen). Er arbeitet mit elektronischen Medien und Photonentechnik, wobei sich der Bogen von Telepräsenz, Holographie, Computer, Video, Robotertechnik und Internet bis zu biologischen Systemen (Tiere, Pflanzen, Bakterien und organische Gewebe) spannt.

Seine Arbeiten wurden in weiten Teilen der USA, Europas und Südamerikas ausgestellt, unter anderem in der Leonora Vega Gallery, New York, bei Nexus Contemporary Art, Atlanta, der Huntington Art Gallery, Austin, Otso Gallery, Helsinki, Galerie Lara Vincy, Paris, bei der Biennale St. Petersburg, im Museum of Modern Art, Rio de Janeiro, und im InterCommunication Center, Tokio. Seine Arbeiten wurden unter anderem für die ständige Sammlung des Museum of Modern Art in New York, des Museum of Holography in Chicago, und des Museum of Modern Art in Rio de Janeiro, Brasilien, angekauft. Kac erhielt für seine Arbeiten zahlreiche Stipendien und Preise. Im Jahr 1995 wurde ihm der Shearwater Foundation Holography Award verliehen, 1998 der Leonardo Award for Excellence. Einige Projekte von Kac, wie etwa "Rara Avis", "Teleporting An Unknown State" und "Time Capsule" gelten unter Kritikern als Meilensteine in der elektronischen Kunst der Neunziger. Mit "Genesis" bringt Kac elektronische Kunst in den Bereich der Gentechnik und der bakteriellen Kommunikation ein. Führende mit elektronischer Kunst befaßte Kritiker und Kunsthistoriker in Europa, Asien sowie Nord- und Südamerika haben über Kac und seine Arbeiten geschrieben, sie fanden auch Eingang in die Lehrpläne akademischer Institutionen zur zeitgenössischen Kunst. Artikel über seine Arbeiten wurden in zahlreichen Büchern, Zeitungen, Zeitschriften und Fachjournalen in mehr als 20 Ländern veröffentlicht. Artikel über seine Kunst erschienen unter anderem in Artpress, Flash Art, Kunstforum, Art Nexus, Art News, The New York Times und Leonardo. Das 88-seitige zweisprachige Buch "Teleporting An Unknown State", herausgegeben von Kibla, Maribor (Slowenien), dokumentiert die Arbeiten von Eduardo Kac auf den Gebieten Telepräsenz, Telematik und Biologie. Seine eigenen Publikationen der vergangenen zehn Jahre erschienen in mehreren Sprachen und trugen maßgeblich zur aktuellen Revolution in der elektronischen Kunst bei. Er ist Mitglied des Redaktionskomitees der Fachzeitschrift Leonardo, die bei MIT Press erscheint. Seine Anthologie "New Media Poetry: Poetic Innovation and New Technologies" erschien 1996 als Sonderausgabe der Zeitschrift Visible Language, bei der er als Gastredakteur arbeitet.

Seine Arbeiten sind auf der Kac-Website zu sehen, wo sie in fünf Sprachen (Englisch, Französisch, Portugiesisch, Deutsch und Spanisch) hervorragend dokumentiert sind (http://www.ekac.org).

Eduardo Kac wird durch Black Box Gallery, Copenhagen / Linz.

E-Mail-Adresse :


Küllertz, Daniela. “Medienkunst als Medienbildungsraum an der Schnittstelle von Wissenschaft und Öffentlichkeit.” Neue digitale Kultur-und Bildungsräume. Ed. Grell, Petra; Marotzki, Winfried; Schelhowe, Heidi. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften, 2010. pp 169-200 .

Natural History of the Enigma, Eduardo Kac (2009)


Gunnesch, Irene. "Durch diese Blüte fließt Menschenblut", Nachrichten, 4 September 2009, Linz, Austria, p. 21.


Frühwald, Wolfgang. “Wissenschaft und Technik: Auf dem Weg zu einem neuen Menschen?” Die Zukunft des Menschen: Perspektiven der Orientierung. Ed. Honnefelder, Ludger; Schmidt, Matthias. Paderborn: Ferdinand Schöningh, 2007. pp 29-49.


Christine Scheucher: Figuren des Unmittelbaren. Zur Fortschreibung der Avantgarden im digitalen Raum. In: Anja Ohmer (Hgn.), Aspekte der Avantgarde, Bd. 9, Berlin: Weidler-Verlag 2007, pp. 107-111.


Flach, Sabine. "It's not easy being green!" : Schnittpunkte von Kunst, Medientechnik und Naturwissenschaften am Beispiel der Transgenic Art." In: Martina Heßler (Hg.): Konstruierte Sichtbarkeiten. Wissenschafts- und Technikbilder seit der Frühen Neuzeit - München : Fink. - 2006, S. 281-302.


Erstic, Marijana. “Biofuturistische Implikationen transgener Kunstexperimente”. In: Hülk, Walburga/ Schuhen, Gregor/Schwan, Tanja (Hg.): (Post-)Gender. Bielefeld: Transcript 2006, pp. 233-252.


Zimmermann, Anja. “Vererbung als kreativer Akt. Mythen von Geschlecht, Autorität und Lebendigkeit in der ‘Bio-Art’.” Animationen/ Transgressionen: Das Kunstwerk als Lebewesen. Ed. Pfisterer, Ulrich; Zimmerman, Anja. Berlin: Akademie Verlag, 2005. pp 283-304

"Gegen den Gravitropismus", Eduardo Kac, Der Freund, N. 4, Sept. 2005, Hamburg, pp. 80-88.


"It's Not Easy Being Green (Eduardo Kac : Interview)", Face/off – Im Körper des Feindes..., Robert Eikmeyer (Hg.) (Frankfurt/Main : Revolver, Archiv für aktuelle Kunst, 2004), pp. 55-61.


"Biopoesie", Eduardo Kac. p0es1s. Ästhetik digitaler Poesie, Hg. Friedrich W. Block, Chrstiane Heibach, Karin Wenz, Hatje Cantz Verlag 2004, pp. 244-249.



Kacunko, Slavko. Closed Circuit Videoinstallationen : ein Leitfaden zur Geschichte und Theorie der Medienkunst mit Bausteinen eines Künstlerlexikons (Berlin : Logos, 2004), pp. 467-472; pp.674-679.


Uhlmann, Gordon and Jokinen, Hannimari. "KunstMensch : Reflexionen des Hybriden in der Zeitgenössischen Kunst", in : Nicole C. Karafyllis (Hg.): Biofakte –. Versuch über den Menschen zwischen Artefakt und Lebewesenpp (Paderborn : Mentis, 2003), pp. 41-59.


Reither, Saskia: Computerpoesie : Studien zur Modifikation poetischer Texte durch den Computer (Bielefeld, Germany: Transcript, 2003), pp. 85-89, 236.


"GFP Bunny", Eduardo Kac, Kunstforum, Bd. 158, January/March 2002, pp. 46-57



"Auf dem Weg zur Bildwissenschaft", Oliver Grau, Gegenworte. Zeitschrift für den Disput über Wissen (herausgegeben von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften), 9. Heft, Frühjahr 2002, Seite 24-29.


"The Eighth Day", Thomas Dreher. Internationalen Archiv für Sozialgeschichte der deutschen Literatur (IASLonline), Munich, Germany, December 2001.

Der Achte Tag, Jens Hauser, ZDF website, 8 November 2001.

Kunst im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit des Menschen Zur Rezeption der Gentechnik in der zeitgenössischen, Ingeborg Reichle. KunstTexte.de, 2001-10-22, <http://www.kunsttexte.de>, ISSN 1618-8101.
Grüne Mäuse: Der amerikanische Gen-Künstler Eduardo Kac und sein genetisch manipuliertes Ökosystem "Der achte Tag" . Von Thomas Girst. Frankfurter Rundschau, Feuilleton, 22.08.2001.

"Biokunst: Proteine, Transgenik und Bioboter", von Eduardo Kac, in TAKEOVER - Who's doing the art of tomorrow?/Wer macht die Kunst von morgen?, Gerfried Stocker and Christine Schopf, eds. (Vienna: Springer Verlag, 2001), pp. 118-124 (English) and pp. 125-131 (German).

"Leuchtendes Beispiel", von Schueller, Gretel H., Die Woche, Hamburg, Vol. 5, N. 1, January 26, 2001. Interview with Eduardo Kac.

Kacs Zeitkapsel: Selbsteinkapselung, an article by Steve Tomasula originally published in Kunstforum, Bd. 151, Juli-September 2000, pp. 125-129. This article discusses the work "Time Capsule", from 1997.

Transgene Kunst, by Eduardo Kac. This version was published in English and German in Ars Electronica 99 - Life Science (Vienna, New York: Springer, 1999), pp. 289- 296. Translation: Gerhard Kirchschlaeger. A previous version appeared in English in Leonardo Electronic Almanac (ISSN 1071-4391), Volume 6, Number 11, 1998. This paper discusses the GFP K-9 project, which aspires to create a happy and healthy transgenic dog.

"Kunst und Biomasse: Zur Verschränkung von Biotechnologie und Medienkunst in den 90er Jahren", von Ingeborg Reichle, Kritische Berichte , Heft 1, Jahrgang 29, 1/2001, pp. 23-33.

Hasengrün - Die Gentechnik und ihre Symbole, von Joachim Müller-Jung, Frankfurter Allgemeine Zeitung, January 13, 2001. This article discusses Kac's "GFP Bunny" and the transgenic monkey Andi.

"Leuchtende Kreatur -- Eduardo Kac Der Professor aus Brasilien provoziert mit einem fluoreszierenden Hasen. Er hält den Gentechnikern den Spiegel vor", von Gaby Schweizer, Facts; 2001-06-28; Seite 108; Nummer 26, pp. 108-109, Switzerland. This article discusses Kac's "GFP Bunny".

Lindner, Martin. "Kunst im Gentech-Zoo", Gegenworte. Zeitschrift für den Disput über Wissen (herausgegeben von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften), 9. Heft, Frühjahr 2002, Seite 71-74.

Das Kunst-Gen, an article by Hilmar Schmundt originally published in Der Spiegel, N. 26, 26 June 2000, p. 114. This article discusses Kac's "GFP Bunny".

Heithoff, Tom. "Streicheln Sie das grüne Kaninchen! Leuchtender Klumpen Mensch: eine Berliner Diskussion über Genetik, Religion und Kunst ", Der TageSpiegel, January 26, 2002, p. 25.
Telepräsenz: Eduardo Kac und Ken Goldberg, an article by Thomas Dreher originally published in IASL online (Internationales Archiv für Sozialgeschichte der deutschen Literatur), 04.04.2000. This article offers an introduction to the field of telepresence art.

Die Legende des Uirapuru, an article by Simon Hadler originally published online in ORF on Kultur, November 8, 1999. This article discusses Kac's telepresence artwork "Uirapuru".

Genesis, an article by Eduardo Kac originally published in German and English in the catalogue "Genesis", O.K. Center for Contemporary Art, Linz, 1999, pp. 45-48. Translation: Beate Großebner. In this article Kac explains the main concepts of his transgenic work "Genesis".

Aufbruch, an article by Gerfried Stocker originally published in German and English in the catalogue "Genesis", O.K. Center for Contemporary Art, Linz, 1999, pp. 38-40. Mr. Stocker offers an overview of Kac's work and analyzes Kac's transgenic piece entitled "Genesis".

'Lebendige Bilder' schaffen: Virtuelle Realität, Artificial Life und Transgenic Art, by Oliver Grau. Originally published in: Baumunk, B.-M. and Joerges, J. (eds). Dschungel. Sammeln, Ordnen, Bewahren: von der Vielfalt des Lebens zur Kultur der Natur (Berlin: Henschel, Berliner Festspiele, 2000), pp. 47-53. This article discusses Kac's transgenic art in relation to virtual reality and artificial life.

"Biologie und Fake Life Construction • Kommunikationssplitter aus dem Netzsymposium zu LifeScience", von Birgit Richard. In: Gerfried Stocker/Christine Schöpf: LifeSciences. Ars Electronica. Wien New York 1999 (engl./deutsch). S. 30-46.

Chipimplantate – Dr. Jeckyll and Mr. Hyde, von Mariann Unterluggauer. Originally published in Matrix - Computer und Neue Medien, ORF- Radio Österreich, 14.09.1999. http://kultur.orf.at/matrix/bkframe/990912_1.htm. This article discusses Kac's "Time Capsule".

Grüne Hunde, Hexenmythen, Streit der Systeme, von Thomas Kramar. Die Presse, Wien, Austria, 8 September 1999. This article discusses Kac's "GFP K-9".

Das Internet und die Zukunft der Kunst: Immaterialität, Telematik, Videokonferenzen, Hypermedia, Networking, VRML, Interaktivität, Bildtelefone, Künstlersoftware, Telerobotik, Mbone und darüber hinaus , by Eduardo Kac. Originally published in German in the book Mythos Internet, Stefan Muenker and Alexander Roesler, editors, Suhrkamp Verlag, Frankfurt, 1997, pp. 291-318. Translation: Alexander Roesler. This paper captures the emergence of Internet art between 1994 and 1996.

Telepresence Art, by Eduardo Kac. Originally published in English and German in Teleskulptur, Richard Kriesche, Editor (Graz, Austria: Kulturdata, 1993), pp. 48-72. This paper lays the theoretical foundation of the interactive art of telepresence, defining it in the intersection of telecommunications, computers, and robotics. This paper was published in the book that accompanied the International telecommunications art festival "Beyond Boundaries", realized in and out of Graz. The paper also mentions the intercontinental telepresence installation "Ornitorrinco on the Moon", realized between Graz and Chicago by the author in collaboration with Ed Bennett, and which was specially comissioned for the festival. A shorter version of the paper appeared as "Telepresence: A New Communicative Experience", Epipháneia, N. 2, Salerno, Italy, pp. 53-55. German translation revised by Göetz Greiner.

Aspekte einer Ästhetik der Telekommunikation, by Eduardo Kac. Originally published in Siggraph Visual Proceedings, John Grimes and Gray Lorig, Editors (New York: ACM, 1992), pp. 47-57. Republished in English and German in Zero -- The Art of Being Everywhere, Robert Adrian X and Gerfried Stocker, Editors (Graz, Austria: SteirischeKulturinitiative, 1993), pp. 24-32, 40-48, 62-69, 75-92. German translation by: Klaus Feichtenberger. Also republished in English and Hungarian in the art magazine Árnyékkötôk, N. 15, Vol. 6, Budapest, Hungary; and in Portuguese in the book Comunicação na Era Pósmoderna, Monica Rector and Eduardo Neiva (editors), Editora Vozes, Rio de Janeiro, 1998, pp. 175-199. This paper discusses the history and theory of pre-Internet telecommunications art, from early avant-garde radio and Moholy-Nagy's Telephone Pictures to recent international collaborative works.

Holopoetry und darüber hinaus, by Eduardo Kac. Originally published in German Poesie Und--Als Tradition, special issue of the journal Passauer Pegasus, Friedrich W. Block, editor, Vol. 15, N. 29/30, 1997, pp. 106-119 (Kassel). Translation: Friedrich W. Block. This paper is an overview of key theoretical issues raised by holopoetry. It has been published in several versions in many languages, including: Letra Internacional, N. 53, 1997, pgs. 34-39 , Madrid; London Magazine, October/November, Vol. 37, Ns. 7/8, London, pp. 83-87. Doc(k)s/Alire 3.13/14/15/16, Ajaccio, France, 1997, pg.229-238.

JENSEITS DES RÄUMLICHEN PARADIGMAS - ZEIT UND FILMSTRUKTUR IN DER HOLOGRAFISCHEN KUNST, by Eduardo Kac. "Beyond the Spatial Paradigm: Time and Cinematic Form in Holographic Art " was originally published in English in the film magazine Blimp, N. 32, Graz, Austria, Fall 1995, pgs. 48-57. It was first published in German in Interferezen, (N. 2/3), 1996, pp. 7-12. Translated by: Dieter Borgstedt. It also appeared in English in: Proceedings of the Sixth International Symposium on Display Holography, Tung H. Jeong; Ed., SPIE Vol. 3358, 1998, Bellingham, Washington, pp. 257-268. This paper discusses holography as a time-based medium.


Hoppe-Sailer, Richard . "Bioplay", in: Hans Werner Ingensiep / Anne Eusterschulte (Hrsg). Philosophie der natürlichen Mitwelt : Grundlagen – Probleme – Perspektiven (Würzburg: Verlag Königshausen & Neumann, 2002), pp. 257-272.


Back to Kac Web